Bezirksklasse: Es get aufwärz

OSV IV gewinnt gegen ersatzgeschwächte SWOB III mit 6:2

Vorab: Ich schreibe nicht als Geschädigter der Rechtschreibreform, sondern beziehe mich auf den Titel des Buches „PISA II – Es get aufwärz“ von Uli Stein, das ich Jedem, der keine allzu schriftlastigen Bücher mag, wärmstens empfehlen kann.

Die Spielersuche für unseren dritten Mannschaftskampf dieser Saison verlief turbulent; kurz gesagt, das Endergebnis war, dass wir mit sieben Stammspielern antreten konnten, nur ohne Peter Kittel, den bisher noch niemand persönlich kennengelernt hat, dafür aber mit Ersatzspieler Harald Meyer, der bis dahin eine 50-%-Bilanz hatte. Unsere Gegner mussten dagegen mit fünf Ersatzspielern antreten, was uns am Ende ermöglichte, das Ergebnis des letzten Kampfes umzudrehen. Korrigiere: Sie traten mit vier Ersatzspielern an…

Den ersten Punkt steuerte nach einer halben Stunde Alfred Klesse bei; er glänzte durch Anwesenheit (wie gesagt, vier Ersatzspieler bei fünf fehlenden Stammspielern). Harald Meyer bewies einmal mehr, dass er für seine Position keinesfalls eine Fehlbesetzung war, und räumte das komplette gegnerische Material ab, während er selbst noch knapp einen halben Figurensatz behielt. Auch unsere beiden Jugendlichen, Alexandru Cosovan und Daniel Tatarinov, zeigten sich ihren erfahrenen Gegnern taktisch überlegen und fuhren bald zwei weitere Siege ein, so dass es nach rund zwei Stunden bereits 4:0 stand. (Gerne hätte ich über die zwei Glanzpartien noch mehr Details berichtet, aber leider hat mich mein eigenes Spiel wieder zu sehr in Beschlag genommen.)

Angesichts des Spielstandes bot ich meinem Gegner ein Remis an, das dieser aus dem gleichen Grunde ablehnte. Ich hatte zwar einen Mehrbauern, musste mich aber mit einem sehr lästigen gegnerischen Läufer und Druck auf der f-Linie beschäftigen und verbrauchte viel Zeit auf der Suche nach einer Lösung der Probleme. Nur wenige Minuten später einigten sich dann Jens Nover und Günther Grunwald auf ein Remis; Günther war wohl entgangen, dass damit der Kampf für uns gewonnen war, aber die Partie schien auch ziemlich ausgekämpft. Ich endschied mich dann trotzdem, das Remisangebot, das nun von meinem Gegner kam, anzunehmen. Kurze Zeit danach endete auch Marcel Lohses Partie unentschieden; dem war allerdings ein durchaus interessantes Damenendspiel vorangegangen.

Spannend wurde es noch einmal bei Karl Hirtz: Er hatte im Verlauf des Spiels zwei Bauern eingesammelt (je einen Bauern auf jedem Flügel), doch nach einer kleinen Unachtsamkeit fand sein Gegner eine bemerkenswerte Kombination mit Springergewinn; dafür konnte Karl noch einen dritten Bauern ergattern und erhielt zwei verbundene Freibauern am Damenflügel. Sein folgendes Remisangebot wurde nach kurzem Überlegen angenommen. (Die Stellung war höchstwahrscheinlich nicht remis, aber wer gewonnen hätte, vermag ich nicht zu sagen.)

So kamen wir nach einer knappen und einer klaren Niederlage endlich zu unserem ersten Mannschaftssieg, und zwar zu einem unerwartet deutlichen; damit sind wir wenigstens nicht die letztplatzierte der noch aktiven Mannschaften. Ich bin gespannt, welche Überraschungen uns die Folgen der Corona-Pandemie noch bescheren.

OSV IVTabelle5. RundeEinzelergebnisse

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