Die Dritte bleibt auch nach Corona die positive Überraschungsmannschaft

Von Lennart Faber

Foto: Reinhard Gebauer

Foto: Reinhard Gebauer

Am Reformationstag (oder auch Halloween) fand das erste von drei Stadtderbys in dieser Saison an. Während an diesem Spieltag gleich zwei dieser Stadtderbys aus Oberhausener Sicht stattfanden, kam es in einem dieser beiden doch zu einer kleinen Überraschung. Während wir an den meisten Brettern DWZ-technisch deutlich schwächer aufgestellt waren als unsere Gegner von Schwarze Dame Osterfeld, konnten wir dennoch einen erfolgreichen Mannschaftskampf absolvieren und den Sieg in unserem Viertel halten. Nachdem alle Spieler rechtzeitig eingetroffen waren, konnte der Mannschaftskampf pünktlich um 14 Uhr MEZ (Zeitumstellung!) beginnen. Während SDO ohne Ersatzspieler auskam und mit der Stammbesetzung spielen musste, mussten wir auf zwei Spieler aus unserer Vierten zurückgreifen. Während die Bretter 4–8 von der DWZ jeweils recht ausgeglichen waren, bestanden an den ersten drei Brettern doch deutliche Unterschiede zu den Gunsten unserer Gegner. Dies hinderte unser Brett 1 Yavuz Akcapinar nicht, einen frühen und sehr wichtigen halben Punkt zu holen. Nachdem er Remis anbot und sein Gegner sich nochmal viel Zeit nahm, um die anderen Partien zu betrachten und dann einwilligte. Kurz darauf remisierte auch unser Brett 8, wo Daniel Tatarinov spielte und den nächsten wichtigen halben Punkt holte. Dann nahm der Mannschaftskampf langsam auch an den anderen Brettern Fahrt auf und nun war es beim Stand von 1:1 nur noch ein Duell von jeweils 6 Spielern je Mannschaft.

Auch an Brett 7 hatten wir mit Dominik Pickardt tatkräftige Unterstützung aus der Vierten. Dominik spielte solide doch unterlief ihm ein kleiner Fehler zu Beginn des Mittelspiels, der einen Bauern kostete und somit meine Hoffnung nun darauf bestand, dass er zumindest noch einen halben Punkt halten könnte. Sein Gegenüber übersah dann jedoch im Endspiel etwas, wodurch Dominiks Freibauer unaufhaltbar war. Diesen konnte er dann zum ersten Partiegewinn des Tages nutzen.

Kai Hombrecher an Brett 4 spielte von der Eröffnung an stark und überspielte seinen Gegner regelrecht, was dann zum nächsten Punkt unsererseits führte, und kurz darauf konnte auch meine Wenigkeit seine Partie für sich entscheiden, wobei ich mein Opfer nicht ganz solide spielte. Eigentlich hätte es dann fairerweise in einem Remis enden sollen, allerdings wollte das mein Gegner an Brett 5 vermeiden und schenkte mir lieber den nicht ganz verdienten Sieg. Damit hatten wir nun 4 Punkte und zum Mannschaftssieg fehlte uns nur noch ein halber Punkt. Während Niclas Kohl an Brett 3 aufgrund eines Opfers, welches nicht funktioniert hatte, kurz nach dem 4:1 resignieren und die Erste von Schwarze Dame noch einmal schnuppern durfte am eventuellen Unentschieden, verhinderte dies unser Brett 2, indem er resolut bis zum Ende die Remisstellung aufrechterhielt und somit Baris Demircan den entscheidenden halben Punkt zum Derbysieg beisteuerte. Nun spielte nur noch Hüseyin Turp an Brett 6, der im eigenen Angriff etwas zu forsch war und so eine Figur verlor, was schlussendlich das 4,5:3,5 bedeutete.

Insgesamt können wir alle mehr als zufrieden mit diesem Sieg sein, vor allem da er nicht zu erwarten war. Nun bleibt jedoch die Frage offen: Wie weit nach oben schaffen wir es in dieser Saison?

Während es mit Kirchhellen einen klaren Favoriten in der Liga gibt, sind alle anderen Mannschaften nicht unschlagbar, und auch gegen Kirchhellen werden wir sehen was da drin ist. Allerdings ist der Kampf erst am siebten Spieltag. Dennoch wollen wir auch in dieser Saison in der Verbandsbezirksliga oben mitspielen und wir wollen nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

Der nächste Kampf ist dann am 28.11. gegen die dritte von Sterkrade-Nord, wo wir hoffentlich den nächsten Derbysieg einfahren können.

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