Jugendverbandsliga: Knappe Niederlage gegen SF Katernberg II

Gegen die Zweite von Katernberg konnte unsere Jugendmannschaft erstmals in Bestbesetzung antreten. Zwar waren unsere Gäste immer noch an sieben von acht Brettern klar favorisiert, aber es bestanden lange Zeit gute Aussichten auf ein Unentschieden. Am Ende fehlte dann leider doch ein halber Punkt.

Zwei Partien gingen unerfreulicherweise sehr schnell verloren. Daniel Kinas an Brett 5 begab sich freiwillig in eine scharfe Eröffnungsvariante, in der er sich nicht auskannte, und konnte bald nur noch gratulieren. Dennis Schmidt an Vier spielte zwar etwas länger, aber auch er ließ sich bereits in der Eröffnung in die Defensive drängen, und als er dann noch zweizügig eine Figur einstellte, war der Rest der Partie nur noch Formsache. An den anderen vier Brettern war die Stellung zu diesem Zeitpunkt noch irgendwo zwischen ausgeglichen und unklar.

In dieser Situation erhielt Niclas Kohl (Brett 2) von seinem immerhin rund 200 DWZ-Punkte stärkeren Gegner ein Remisangebot. Nachdem er den Spielstand erfragt hatte, und nach einigem Überlegen, entschied er sich, die Partie weiterzuspielen. Nach einigen Ungenauigkeiten auf beiden Seiten konnte Niclas am Königsflügel durchbrechen und die Partie für sich entscheiden — der Teamgeist wurde also belohnt.

In der Zwischenzeit hatte auch Lennart Faber am dritten Brett die Partie zu seinen Gunsten gedreht. Er war in eine deutlich schlechtere Stellung gedrängt worden, aber sein Gegner ließ ihn immer wieder ins Spiel kommen, und am Ende konnte er einen Freibauern so weit vorstoßen, dass dieser nur noch durch ein Figurenopfer zu stoppen gewesen wäre und der Gewinn feststand.

Nach den fast zeitgleichen Siegen von Lennart und Niclas stand es also 2:2; Viola Otterpohl an Sechs hatte mit ihrem geschlossenen Sizilianer wie üblich eine solide Stellung, und Kilian Kraus am Spitzenbrett hatte nach einem komplizierten taktischen Duell sogar einen Mehrbauern. Die Aussichten auf ein Mannschaftsremis waren also ausgezeichnet; sogar ein Sieg erschien möglich.

Dann übersah Viola, die bis dahin wie immer sehr konzentriert gespielt hatte, völlig überraschend eine gegnerische Mattdrohung — ich kann mich nicht erinnern, wann ihr etwas vergleichbares zuletzt passiert ist, aber so etwas soll ja selbst bei Großmeistern schon vorgekommen sein. Damit hing nun alles am ersten Brett.

Dort hatte Kilian einen entfernten Freibauern, dem aber der eigene Turm im Wege stand. Beim Versuch, den Turm hinter den Freibauern zu manövrieren, ging der Bauer verloren, womit das Remis unausweichlich war.

Die Mannschaft muss also weiter auf ihren ersten Punkt warten, aber sollte sie im nächsten Kampf am 21. Januar gegen Bönen eine vergleichbare Leistung zeigen, wäre dort noch alles möglich.

Tabelle3. RundeEinzelergebnisse

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