Jugendverbandsliga: Viola Otterpohl erringt ein heldenhaftes Remis

Der Rest der Mannschaft ging beim ½:5½ gegen SF Brackel III leider leer aus.

Ohne Spitzenbrett Kilian Kraus und Stammspieler Daniel Kinas hatte unsere Mannschaft gegen die mit DWZ zwischen 1604 und 1373 aufgestellten Gäste keine Chance; daran konnte auch Alfreds erstklassige Verpflegung nichts ändern.

Razvan Grumaz an Brett 5 kam aus seinem Traxler-Gegenangriff zwar zunächst mit brauchbarer Stellung heraus, übersah aber später eine Mattdrohung des Gegners. An Brett 6 spielte Annika Labuda lange Zeit praktisch fehlerfrei, ließ dann aber ihren Gegner mit Läufer und Springer in ihre Stellung eindringen, was jenem einen Mehrbauern und vor allem zwei verbundene Freibauern einbrachte, die im Endspiel (die Gegenwehr dauerte bis zum 60. Zug) nicht mehr aufzuhalten waren.

Auch Dennis Schmidt an Brett 3 ging es nicht viel besser: Zwar konnte er als Schwarzer im Evansgambit die direkten Drohungen abwehren, gab aber durch eine Unachtsamkeit den Gambitbauern bei zerstörter Bauernstruktur zurück und fraß dann auch noch einen vergifteten Bauern, der ihn eine Figur für zwei Landwirte kostete — wegen der schlechten Bauernstellung war das fatal, und nach 54 Zügen wurde die Partie durch Matt entschieden.

Lennart Faber am zweiten Brett schien ebenfalls keinen guten Tag erwischt zu haben — jedenfalls kamen ihm gleich zwei Bauern abhanden. Er kämpfte zäh (insgesamt 62 Züge) und versuchte sich im Endspiel noch mit einem Figurenopfer zu retten, aber da er nicht alle gegnerischen Bauern beseitigen konnte, war die Partie verloren. Ähnlich erging es auch Niclas Kohl am ersten Brett: Er hatte zwar nur einen Bauern weniger, musste aber gegen verbundene Freibauern kämpfen. Zunächst konnte er noch die Damen auf dem Brett halten und seine Gegnerin mit taktischen Drohungen beschäftigen, letztendlich erwies sich die Stellung jedoch als nicht zu halten.

Für die Sensation sorgte Viola Otterpohl an Brett 4 in der längsten Partie des Tages: Gegen einen deutlich älteren und fast 400 DWZ-Punkte stärkeren Gegner spielte sie von der Eröffnung bis zum Endspiel eine grundsolide Partie, hielt die Stellung immer im Gleichgewicht und strich schließlich das verdiente Remis ein, was die bereits erwartete Zu-Null-Niederlage verhinderte. Ein Riesenkompliment!!

Natürlich war dieser Kampf eine (absehbare) Lehrstunde, und vermutlich wird es auch nicht die einzige bleiben. Für uns bleibt nur zu hoffen, dass unsere Mannschaft gegen die schlagbaren Gegner genügend Punkte sammeln kann, um die Klasse zu halten.

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