Verbandsbezirksliga: Es wird nicht besser

SG Gladbeck II – OSV III 7:1

Im zweiten Kampf der Verbandsbezirksliga – wieder gegen einen nach DWZ klar favorisierten Gegner – fehlten uns zwei Stammspieler: Peter Schumacher wegen des Geburtstags seiner Frau und Elia Büttner wegen des Geburtstags seiner Mutter (glücklicherweise hatte sich meine Mutter einige Jahrzehte zuvor entschieden, bereits am Freitag Geburtstag zu haben). Da unsere Zweite parallel ebenfalls Ersatz suchte, wurde die Aufstellung etwas schwierig; letztlich fiel die Entscheidung, die „Krefeld Connection“ (Stefan Marks und Alfred Oberst) bei uns und die Familie Scholing in der Zweiten spielen zu lassen (ein Bericht von Lennart folgt sicher bald). Die Voraussetzungen waren also nicht optimal, aber dennoch verkaufte sich die Mannschaft im Gesamtergebnis unter Wert.

Die erste Entscheidung gegen uns fiel diesmal bei Jürgen Cziczkus; er fasste versehentlich die falsche Figur an und konnte mit dieser keinen Zug machen, der nicht sofort verloren hätte. Auch die Partien von Karl Hirtz und Alfred Klesse gingen ziemlich schnell verloren, nachdem sie mir kurz zuvor noch weitgehend ausgeglichen erschienen waren. Selbst Niklas Erbe konnte (zum ersten Mal überhaupt in dieser Mannschaft) nicht gewinnen, sondern vereinbarte in einem Endspiel mit gleichem Material ein Remis.

Alfred Oberst spielte eine eher seltene, aber solide Eröffnung, reagierte aber auf den Angriff des Gegners nicht richtig und verlor dabei zuerst eine Figur und dann auch noch die Qualität, so dass er letztlich aufgeben musste. Bei mir trafen mangelnde Theoriekenntnisse (die mein Gegner nach der Partie einräumte) auf mangelnde Praxis (ich hatte betreffende Variante zum ersten Mal in einer Turnierpartie auf dem Brett), was zu beiderseitig hohem Zeitverbrauch führte; mit meinem Damenisolani konnte ich keinen wirklichen Angriff erzielen und bot Remis an, das angenommen wurde.

Stefan Marks spielte eigentlich sehr geschickt: Er verschaffte sich ungleiches Material (Turm und zwei Bauern gegen zwei Figuren) und machte die Stellung so kompliziert, dass auch sein nominell stärkerer Gegner die Varianten nicht mehr durchrechnen konnte; leider griff er dann aber als Erster daneben und verlor eine Figur, was auch für ihn das Partieende bedeutete. Marcel Lohse hatte, bevor der Kampf entschieden war, ein Remisangebot abgelehnt, geriet dann aber am Königsflügel unter Druck, fand keine Verteidigungsmöglichkeit und gab auf – die Analyse zeigte dann, dass er mit dem richtigen Zug noch weiter hätte kämpfen können, allerdings dann auch schon mit einiger Zeitnot.

Insgesamt also leider ein schlechtes Ergebnis, das in dieser Deutlichkeit nicht unausweichlich war und auch nicht den Einsatz und die spielerischen Leistungen unserer Truppe widerspiegelt – hoffen wir, dass es in der nächsten Runde, beim Heimspiel gegen die Vierte von Horst-Emscher am 8. November, besser läuft; dann sind wir erstmalig weniger als hundert Punkte im DWZ-Schnitt benachteiligt.

Verbandsbezirksliga 5

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