Bezirksklasse: Erste Saisonniederlage

OSV III – TC 69 Sterkrade 2½:5½

Im vorletzten Kampf der Saison gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer fehlte unsere gesamte Jugend, also die halbe Mannschaft. Der Gegner trat in Bestbesetzung an; unsere Chancen standen also schlecht, und das bestätigte sich dann auch im Ergebnis.

Als Ersatzspieler kam auch erstmals Alfred Oberst zum Einsatz, der seit dieser Saison aktiv für den OSV gemeldet ist. Er war gerade genesen, extra aus Krefeld angereist und hatte Sohn Markus als moralische Unterstützung mitgebracht, geriet aber an Brett 8 ausgerechnet an den mit Abstand stärksten Spieler der 69er, der mal eben schlappe 756 DWZ-Punkte mehr hatte. Dafür hielt Alfred noch erstaunlich lange durch, kam dann aber du dem Schluss: „Nichts mehr zu löten.“ Wir können uns also nur bei ihm bedanken, dass er uns mit seinem Einsatz vor einer kampflosen Niederlage bewahrt hat, und hoffen, dass er irgendwann einmal in einer OSV-Mannschaft gegen einen etwas dankbareren Gegner spielen darf.

An den Brettern 5 und 6 saßen wieder zwei Spieler, die durch die Zusammenlegung von dritter und vierter Mannschaft auf die Ersatzränge gerutscht waren, Alfred Klesse und Jürgen Cziczkus. Beide pflegen einen soliden Spielstil; Alfred konnte seine Partie auch ausgeglichen halten und ein Remis erzielen, Jürgen versuchte es gegen seine knapp 300 Punkte stärkere Gegnerin mit Angriffsspiel, beging einen verzeihlichen Rechenfehler und verlor. Bei Karl Hirtz am „neuen letzten“ (vierten) Brett war die Stellung aufgrund der asymmetrischen Bauernstruktur schwer einzuschätzen, führte aber letztendlich zum Untentschieden.

Roland Zachau gewann einen Bauern, spielte die Partie souverän zu Ende und holte im dritten Einsatz für die dritte Mannschaft den dritten Sieg. Der an Position Drei aufgerückte Peter Schumacher geriet früh unter positionellen Druck und konnte die Partie schließlich nicht mehr halten. Marcel Lohse, nun an Zwei, hielt sich gegen den langjährigen OSV-Spieler Norbert Raygrotzki sehr gut, geriet aber in erhebliche Zeitnot. Schließlich verhinderte Norbert durch ein Remisangebot die Niederlage durch Zeitüberschreitung.

Ich war nach fünfrundiger Pause wieder ans Spitzenbrett zurückgekehrt, spielte aber alles andere als Spitze. Ich gab unnötig einen Bauern ab, glaubte die Partie mit ungleichfeldrigen Läufern immer noch remis halten zu können, stellte dann aber mit meinem 40. Zug – um einen eher unwichtigen Bauern zu gewinnen – einen wichtigen Bauern ein und gratulierte dann ein paar Züge später.

Damit bleibt uns nur, den Schachfreunden aus Königshardt zum vorzeitigen Titelgewinn (mit 12:0 Mannschaftspunkten) zu gratulieren. In der letzten Runde am 19. April gegen Sterkrade-Nord II geht es dann noch um Platz Zwei in der Tabelle.

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