SpVgg Sterkrade-Nord II – OSV III 2½:5½
In der vorletzten Runde der Bezirksklasse hatten wir unseren zweiten Tabellenplatz an Sterkrade-Nord verloren, nun ging es im direkten Duell um die mögliche Rückeroberung. Die Voraussetzungen waren nicht optimal, denn wir mussten auf unser Spitzenbrett Alexandru verzichten; dafür waren unsere bisherigen Topscorer Niklas Erbe (4 aus 4) und Roland Zachau (3 aus 3) wieder mit an Bord. So fuhren wir guter Dinge nach Schmachtendorf, wo unsere Motivation durch das angebotene Naschwerk noch einmal gesteigert wurde.
Der Kampf begann ruhig, alle Stellungen blieben zunächst ziemlich ausgeglichen. Bei Peter Schumacher und Karl Hirtz endeten die Partien auch bald nach Abtauschaktionen remis. Ich scheute das Risiko eines beiderseitigen Flügelsturms und entschied mich für eine zurückhaltendere Fortsetzung, die dann aber auch relativ schnell zum Unentschieden führte.
Etwas überraschend brachte uns dann Jürgen Cziczkus in Führung; sein Gegner verpasste die Möglichkeit, durch Turmtausch ein vorteilhaftes Bauernendspiel herbeizuführen, und stellte stattdessen einen Turm ein. Elia Büttner hatte eine spannende Partie, in der er gegen ein zentrales Bauernpaar kämpfte, die dann aber doch unentschieden endete. Auch Roland Zachau konnte diesmal keinen vollen Punkt holen, obwohl er sich bemühte; am Ende blieb ein Bauernendspiel, in dem keine Seite mehr irgendwelche Angriffsmöglichkeiten hatte.
Dagegen konnte Niklas auch diesmal wieder mit seiner kontrollierten Offensive den Gegner überspielen. Er gewann zunächst die Qualität, machte dann mit dem Manöver Lg7-f8-e7-d8 das gegnerische Läuferpaar unschädlich und erntete schließlich die Figur, die ihm sein Gegner in Zeitnot hingestellt hatte. Fünfter Sieg im fünten Kampf – Gratulation zu dieser grandiosen Leistung!
Damit war der Kampf entschieden; es spielte noch Marcel Lohse. Er hatte diesmal einen Gegner gefunden, der noch langsamer spielte als er selbst: Nach 20 Zügen hatte Marcel noch knapp 16 und sein Kontrahent noch knapp 9 Minuten. In der Zeitnotphase geriet Marcel arg unter Druck und hatte irgendwann kaum noch Zugmöglichkeiten; nach der Zeitkontrolle konnte er dann aber den gegnerischen Angriff zurückdrängen und schließlich mit einem taktischen Konter die Partie doch noch für sich entscheiden, so dass das Endergebnis deutlicher zu unseren Gunsten ausfiel als lange Zeit erwartet.
Leider weiß ich noch nicht, ob wir mit dem zweiten Platz aufsteigen werden, aber ich bedanke mich schon einmal bei allen Mannschaftskameraden für eine sehr angenehme und ziemlich erfolgreiche Saison.