OSV II siegt dank starker Ersatzleute

Verbandsklasse: OSV II – FS Dortmund I 5:3

Von Christian Stefaniak

Am 29.03. wurde die 8. Runde in der Verbandsklasse 1 ausgetragen, und die 2. Mannschaft traf dabei zu Hause auf FS Dortmund I. Mannschaftsführer Lennart Faber musste urlaubsbedingt passen, und auch für Bilal Bacaksiz und Alexander Mancic wurde Ersatz benötigt.

Dies wurde im Vorfeld rechtzeitig von Lennart erledigt, und mit den drei Ersatzspielern Alexandru Cosovan, Marcel Lohse und Felix Bönsch waren wir trotz Zeitumstellung pünktlich und mit klarem Kopf vollzählig um 14 Uhr an den Brettern. Unsere Dortmunder Gäste, die dringend Punkte gegen den drohenden Abstieg benötigten, ließen allerdings ihr zweites Brett frei. Dies bedeutete eine 1:0-Führung nach einer halben Stunde und einen frühen Feierabend für Andre Matzat. Leider mussten wir danach den Ausgleich hinnehmen, denn Arsenii Klochkos (an Brett 4 spielend) mutiger Angriff gegen den sizilianischen Drachen wurde vom Gegner – der satte 250 DWZ-Punkte mehr hatte – dank einer kleinen Taktik erfolgreich abgewehrt, und Schwarz heimste zudem noch einen Bauern ein. Nachdem ein zweiter Bauer verloren ging, fand sich Arsenii in einem aussichtslosem Bauernendspiel wieder und musste sich geschlagen geben. Danach endete die Partie von Gerd Arlt mit einem locker erspielten Remis. Mit Schwarz spielte er an Brett 5 zwar eine königsindische Verteidigung, allerdings war er es, der von Anfang an offensiv auf Sieg spielte. Somit war Gerd auch unzufrieden, als er in eine Zugwiederholung durch eine Springerschaukel des Gegners einwilligte. Danach endete meine Partie am dritten Brett auch Remis, was das 2:2 bedeutete. Mein Gegner spielte einen königsindischen Angriff, und objektiv gesehen stand er lange Zeit etwas besser. Dank eines kurzzeitigen Bauernopfers konnte ich die Passivität der weißen Figuren ausnutzen und Vorteil erlangen. Leider sah ich keinen klaren Gewinnweg, und mit etwas knapper Zeit nahm ich den halben Punkt an. Zu dem Zeitpunkt sah es an den restlichen Brettern aber auch schon sehr vorteilhaft für uns aus.

Nach einem interessanten Mittelspiel mit taktischen Möglichkeiten auf beiden Seiten konnte Alexandru an Brett 6 ein Endspiel mit einem Mehrbauern erreichen – was bei ungleichfarbigen Läufern aber meist nicht zum Sieg reicht. Zunächst erspielte er sich einen großen Raumvorteil, und in einer kritischen Stellung musste sein Gegner mit den schwarzen Figuren einen einzigen Zug finden, um die Stellung zu halten. Dies gelang ihm aber nicht, und Alexandru konnte kurz danach den verdienten Sieg einfahren, 3:2! Felix, am achten Brett, konnte eine solide und aktive Stellung mit den weißen Figuren aufbauen und hatte lange Zeit leichten Vorteil. Eine mehrzügige Abwicklung rechnete er besser als sein Gegner und ging mit Dame und Turm in ein klar gewonnenes Endspiel gegen Dame und Läufer, bei fünf verbliebenen Bauern auf beiden Seiten. Sein Gegner machte es ihm recht einfach, sodass im 61. Zug Felix‘ Sieg und mindestens ein Mannschaftspunkt mit dem 4:2 sicher war. Es liefen noch zwei Partien, und es schien kaum möglich, dass beide Partien noch verloren gingen. Markus Jörgens konnte am Spitzenbrett mit Schwarz im slawischen Damengambit recht schnell ausgleichen und versuchte auf den vollen Punkt zu gehen. Sein Gegner ging aber nie größeres Risiko ein, und im ausgeglichenen Endspiel bot er Markus eine Punkteteilung an, die dieser auch sofort annahm. Mit 4,5:2,5 war der Kampf entschieden, es lief aber noch eine Partie. Marcel verteidigte sich mit den schwarzen Figuren am siebten Brett nach allen Kräften. Seine Stellung war lange Zeit positionell deutlich schlechter, materiell war aber alles ausgeglichen. Kurz vor dem 40. Zug ließ Marcel eine gewinnbringende Kombination für Weiß zu – die aber auch sein Gegner übersah. Statt der Mehrfigur blieb dem Weißen aber immerhin noch ein Mehrbauer, im Endspiel Läufer gegen Springer und fünf gegen vier Bauern. Quasi als Belohnung für Marcels Kampf konnte er aber auch ein Remisangebot sein Gegners annehmen. Damit stand das Ergebnis fest, OSV II schlägt FS Dortmund I mit 5:3!

Für die Dortmunder Gäste ist der Klassenerhalt aber trotz dieser Niederlage immer noch möglich: Denn im letzten Spiel müssen wir nach Werl-Wickede, einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, und können den Dortmundern mit einem Sieg helfen. Für uns ist es immer noch möglich Platz 2 in der Liga zu erreichen, was sicher ein schöner Erfolg wäre.

An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an alle Ersatzpieler! Mit einer konzentrierten, motivierten Mannschaftsleistung wurde ein verdienter Sieg erspielt.

Verbandsklasse 1

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