Stadtmeisterschaft: Paarungen der 3. Runde ausgelost

Nachdem am Dienstag Abend die zweite Runde der Stadtmeisterschaft gespielt wurde, konnte die dritte Runde ausgelost werden. Überraschungen der des zweiten Durchgangs waren vor allem die Siege von Paulo Schreiner, Bruno Rousselet, Josef Wilms und des vereinslosen Shaheer Bin Azam über z. T. deutlich stärkere Gegner. Sechs Schachfreunde haben noch den Score 2 aus 2 und spielen folgerichtig in der dritten Runde gegeneinander.
Ergebnisse 2. Runde; Auslosung 3. Runde

Bezirksklasse: Es get aufwärz

OSV IV gewinnt gegen ersatzgeschwächte SWOB III mit 6:2

Vorab: Ich schreibe nicht als Geschädigter der Rechtschreibreform, sondern beziehe mich auf den Titel des Buches „PISA II – Es get aufwärz“ von Uli Stein, das ich Jedem, der keine allzu schriftlastigen Bücher mag, wärmstens empfehlen kann.

Die Spielersuche für unseren dritten Mannschaftskampf dieser Saison verlief turbulent; kurz gesagt, das Endergebnis war, dass wir mit sieben Stammspielern antreten konnten, nur ohne Peter Kittel, den bisher noch niemand persönlich kennengelernt hat, dafür aber mit Ersatzspieler Harald Meyer, der bis dahin eine 50-%-Bilanz hatte. Unsere Gegner mussten dagegen mit fünf Ersatzspielern antreten, was uns am Ende ermöglichte, das Ergebnis des letzten Kampfes umzudrehen. Korrigiere: Sie traten mit vier Ersatzspielern an… Weiterlesen

Der OSV trauert um Rudi Ohmstede

In seiner geselligen und persönlich gewinnenden Art hat Rudi mehr als fünf Jahrzehnte zum Vorteil unseres Vereins gewirkt. Er brachte sein berufliches Geschick in den Verein ein und förderte ihn mit der ihm eigenen Energie. Was er anpackte, gewann Gestalt.

Das begann mit dem Aufbau der wohl besten Jugendmannschaft des OSV in den späten 60igern des letzten Jahrhunderts, die gleichzeitig die Schmiede einer Fülle späterer Spitzenspieler war. Rudi erwarb sich Verdienste um den Verein in vielen Vorstandsämtern. Er war in seiner zugreifenden Art für den Verein prägend. Er verhandelte unser Spiellokal. Besonders bei der Zusammenstellung des erfolgreichen Hort-Teams zeigte sich seine Fähigkeit im Umgang mit Menschen. Seine besondere Leidenschaft galt dem Schulschachzentrum, das er aufbaute und dem er mit seinem Engagement institutionelle Form und Bedeutung gab.

Rudis Art, auf die Menschen zuzugehen, hat Gemeinschaft geschaffen, dem Verein etwas von Familie gegeben. Wir haben mehr als einen guten Freund verloren. Sein Vereinswirken soll uns Vermächtnis bleiben.

Hand- und Kopf-Turnier wurde zum Überraschungs-Ei

Von Uwe Rippke

Am 12.04.22 wurde erstmalig ein Hand- und Kopf-Turnier ausgetragen. Die Regularien hierzu können der Ankündigung entnommen werden. Insgesamt 12 Spieler fanden sich bereit, etwas für sie Neues zu probieren. Hierzu bedurfte es in Einzelfällen schon entsprechender Zuwendung – sprich Überredungskunst. Es konnten 6 Spielerteams gebildet werden. Modus: jedes Team gegen das andere, Gesamtbedenkzeit 10 Minuten pro Partie und Team mit 5 Sekunden Inkrement pro Zug. Da sowohl Hand als auch Kopf jeweils Bedenkzeit für einen Zug benötigten, kam es auch mal zu Zeitnotsituationen und klare Ansagen wie „Bauer“ führten dann zu einem einzügigen Grundlinienmatt. Andererseits überraschte manchmal die Hand den Kopf durch für ihn unerwartet geniale Züge. Die Überraschungen führten jedenfalls zu guter Laune und ständiger Spannung. Die Ergebnisse sahen dann so aus, dass das Siegerteam mit Akcapinar/Hirtz mit 3,5 von 5 möglichen Punkten abschloß, dahinter die nächsten Teams mit 3, 2,5 und 2 Punkten. Da gleich 3 Teams (= 50%) 2 Punkte erreichten, kann man erkennen, wie ausgeglichen und harmonisch das Turnier ablief.

Die eigentliche Überraschung kam dann am Schluß: mehrere Spieler (insbesondere die mit der „Zuwendung“) fragten nach, ob denn in der nächsten Woche nicht wieder so ein Turnier gespielt werden könne – weil es so viel Spaß gemacht hat. Da ein freier Spielabend geplant ist, besteht hierzu spontan die Möglichkeit.

Rangliste: Stand nach der 5. Runde 
Nr. Teilnehmer TWZ 1 2 3 4 5 6 Punkte RaLstg
1 Akcapinar/Hirtz 1784 ** 0 1 1 ½ 1 3.5 2045
2 Zimmer/Rippke 1758 1 ** 0 1 0 1 3.0 1978
3 Krüger/AkcapinarT 1960 0 1 ** 1 ½ 0 2.5 1861
4 Kraus/Klesse 1763 0 0 0 ** 1 1 2.0 1806
5 Stefaniak/Bönsch 2035 ½ 1 ½ 0 ** 0 2.0 1804
6 Ciornei/Meyer 2162 0 0 1 0 1 ** 2.0 1761

Starke Jugendliche aus Brackel lassen unserer Jugend keine Chance

Von Lennart Faber

Nachdem wir netterweise den Mannschaftskampf in der Jugendverbandsliga von letzter Woche auf diesen Samstag verlegt hatten, spielte unsere Jugend gleichzeitig mit der ersten Mannschaft in unserem Spiellokal, allerdings war das Ergebnis leider nicht so erfreulich wie der 6:2-Sieg der Ersten. Es sah zwischendurch gar nicht so schlecht aus, auch wenn Tanyel Scholing und David Kaganovych durch frühe Fehler und viel zu schnelles Spiel schnell an Brett 5 und 6 verloren hatten. Razvan Grumaz und sein Bruder Rares spielten an den Brettern 3 und 4 sehr ruhig und bedacht und vor allem Rares konnte seinen Gegner sehr einengen und stand deutlich besser, übersah dann jedoch eine Kombination, die seinem Gegner einen Vorteil erbrachte, während sein Bruder an Brett 3 einen Bauern verlor, und auch als der zweite fiel, stand die Niederlage trotz der starken Partie von Daniel Tatarinov an Brett 2 fest. Alex Cosovan stand an Brett 1 zwar deutlich besser, aber sein Gegner konnte sich am Ende doch noch in ein Dauerschach retten. Durch eine starke Leistung unserer Gegner unterlagen wir diesen Mannschaftskampf somit leider mit 1,5:4,5.

Die letzten zwei Kämpfe an den nächsten beiden Samstagen warten nun, und der nächste sieht wenig chancenreich für uns aus gegen Essen Werden. Der Letzte am 02.04. dann gegen SV Unna sollte hoffentlich noch einmal spannender werden, und vielleicht ist auch etwas gegen Werden drin.

Kreisliga: OSV V-Hälfte – Schwarze Dame Osterfeld II 3:3

Von Gerd Arlt

Noch bevor die drei kampflosen Punkte für die Osterfelder zu verbuchen waren, brachte uns unser Ersatzmann Jürgen Cziczkus gegen den Schach-Eleven an Brett 6 in Führung. Der sportliche Spaß ergab sich nun aus der Frage: Würden wir noch ein Mannschaftsremis schaffen?

Die Hauptaufgabe und Verantwortung kam dabei Rares an Brett 4 zu. Er spielte sehr umsichtig, hatte das bessere Figurenspiel, ging auf Remisangebote nicht ein und nutzte die erste Gelegenheit zum Matt. Wohl die entscheidende Partie.

An Brett 1 am längsten spielend fühlte ich mich immer überlegen. Der häusliche Computer zeigt allerdings einen Zwischenzug, der meinen Partiegewinn mehr als in Frage gestellt hätte.

Dank an Jürgen, dass er kurzfristig für Razvan eingesprungen und zu seiner Kurzpartie aus Krefeld angereist ist.

Den unterhaltsamen Nachmittag trübt die ungenutzte Chance zum Mannschaftssieg.

OSV VTabelle7. RundeEinzelergebnisse

Schnellschachturnier mit Uhrenhandicap und Überraschung

Von Uwe Rippke

Da wahrscheinlich nicht jeder sich unter dem Titel genaue Vorstellungen machen kann, hier ein kurzer „Regelkurs“. Grundsätzlich haben beide Spieler jeweils 15 Minuten auf der Uhr (ohne Inkrement-Regelung). Nach Feststellung der aktuellen DWZ erhält jeder seine „kleine Wertungszahl“, die für den Ablauf der folgenden Partien wichtig ist. Im Klartext heißt das: hat jemand 1589 ist seine Zahl 15, bei 1620 ist dies die 16. Nach erfolgter Auslosung werden dann die kleinen Wertungszahlen einander gegenübergestellt. Z.B.: beide 16 = beide 15 Minuten, einer 14, der andere 17, dann ist die Differenz 3. Diese wirkt sich so aus, dass jeweils beide eine Zeitkorrektur auf der Uhr um jeweils 3 x 2 Minuten erhalten. Folge: Spieler 1 mit der 14 erhält 21 Minuten auf der Uhr, Spieler 2 mit 17 nur 9 Minuten. Im Maximum wird die „Zeitumstellung“ auf 5 zu 25 begrenzt. Nun zum Turnier: Gewinner wurde Dragos Ciornei mit 6 Punkten aus 7 Spielen, punktgleich dahinter auf 2 Yavuz Akcapinar und auf 3 Claus Nissen. Nun kam auf Platz 4 die große Turnierüberraschung: Mit 4,5 Punkten platzierte sich Timur Akcapinar mit einer 11 (!!!). Dabei spielte der 10-Jährige das Turnier souverän „wie ein Alter“ und machte auf sich aufmerksam. Alle anderen der 12 Teilnehmer konnten nur weniger Punkte erreichen.

Verbandsbezirksliga: Zwei Mannschaftskämpfe – einer wurde gespielt

Von Lennart Faber

Am Wochenende hatte unsere Dritte zwei Mannschaftskämpfe. Am Samstag wurde ich kurz nach dem Aufstehen angerufen und mir wurde vom Mannschaftsführer von SF Buer 2 mitgeteilt, dass sie leider nicht ausreichend Spieler zusammenbekommen. Also gewannen wir den ersten Kampf dieses Wochenende kampflos mit 8:0.

Unser zweiter Mannschaftskampf war gegen die zahlenmäßig beste Mannschaft der Liga mit der Ersten von Kirchhellen. Auch am Sonntagmorgen erhielt ich kurz nach dem Aufstehen einen Anruf: Uwe konnte leider nicht spielen. Für ihn konnte glücklicherweise Alfred kurzfristig einspringen.
Der Kampf begann damit, dass ich mir an Brett 6 eine Stellung mit deutlichem Vorteil erspielen konnte. Die anderen Partien standen vorerst ausgeglichen. Als erstes beendete dann Ben an Brett 5 seine Partie und holte gegen seinen zahlenmäßig deutlich stärkeren Gegner einen halben Punkt. Kurz darauf musste Baris an Brett 3 die weiße Fahne hervorholen. Auch ich konnte dann kurz darauf meine Stellung zum kurzzeitigen Ausgleich verwerten, allerdings verlor Hüseyin an Brett 7 direkt hinter mir nach dem Einstellen einer Leichtfigur, und wir lagen mit 1,5:2,5 zurück.

Während Martin an 2 eine Qualle mehr hatte, sahen die anderen Partien mit leichtem Nachteil für uns nicht so gut aus. Da leider sowohl Yavuz an 1 als auch Niclas an 4 und Alfred an 8 die Partien nicht halten konnten, Martin allerdings seinen Vorteil sicher ins Ziel manövrierte, verloren wir denn Kampf doch recht klar. Allerdings kann ich mit nun 100% und 5 aus 5, sowie Topscorer der Liga durchaus die Fahne weiterhochhalten. Hoffen wir auf bessere folgende Kämpfe und, dass sowohl Ben als auch Martin an ihre Punkte anknüpfen können und von den übrigen Brettern dann auch wieder Punkte folgen, wenn wir wieder schwächere Gegner vor uns liegen haben. Mit dem Abstieg sollten wir eigentlich nichts zu tun bekommen.

OSV IIITabelle7. RundeEinzelergebnisse