Gruß und Danksagung von Vlastimil Hort

Nachdem Vlastimil Hort bei seiner Abschiedsfeier emotional zu ergriffen war, um eine Ansprache zu halten, hat er uns per Email ein paar persönliche Worte (inklusive Foto) zukommen lassen:

Vlastimil Hort mit GeschenkkorbMeine lieben Schachfreunde in Oberhausen und Drumherum,

mein Abschied von Euch allen ist mir sehr schwergefallen. Es war wohl kaum zu übersehen, dass mir auch Tränen in den Augen standen.

Deshalb hier und jetzt aus der Ferne möchte ich mich von ganzem Herzen für die würdevolle Abschiedsfeier bedanken. Die Abschiedsrede war, wie ich es nicht anders von dem Verein kenne, warmherzig und ins Schwarze getroffen. Danke dafür!

Den Präsentkorb mit all den schönen Dingen, besonders der Oberhausener Kerze, habe ich schon mit Freude zerpflückt. Einen Ehrenplatz hat natürlich die Fotografie mit der ersten Mannschaft. Am frühen Morgen, fällt mein erster Blick auf Euch, Jungs!

Mein ganz besonderer Dank gilt natürlich Alfred, der mich, immer und allzeit ohne Murren behütet und versorgt hat. Viele Kilometer haben wir zusammen verputzt und unzählige Stunden im Auto verbracht. Alles nicht mehr nachzuzählen. Das Wichtigste bleibt, lieber Alfred, unsere Erinnerung und Freundschaft!

Sollte jemand Lust und Laune verspüren, mich hier in Eitorf zu besuchen, ist er Willkommen.
Last but not least wünsche ich meinem OSV und all seinen Mitgliedern das Allerbeste im Schach und Privat.

 

Herzlichst
Vlastimil

IGM Vlastimil Hort würdig verabschiedet

Foto: Jürgen Cziczkus

Am Sonntag versammelten sich rund 50 Schachfreunde (aktive und ehemalige OSV-Mitglieder, Gäste anderer Vereine und Zuschauer) zum letzten Generationenturnier mit IGM Vlastimil Hort, der nach 23 Jahren im OSV seine aktive Schachkarriere beendet und einst selbst die Generationenturniere für Jubilare mitinitiierte, die heute als Tradition gelten. Der Vorsitzende Uwe Rippke würdigte das Engagement im und die Verdienste für den Verein, besonders aber die menschlichen Qualitäten der lebenden Schachlegende; als Andenken überreichte er einen Präsentkorb mit einem Mannschaftsfoto des letzten Kampfes. Auf eine Ansprache des Geehrten mussten die Anwesenden verzichten, da ihm in diesem emotionalen Moment die Stimme versagte.

Vlastimil Hort und Lennart Faber

Vlastimil Hort und Lennart Faber (Foto: Jürgen Cziczkus)

45 der Erschienenen vergnügten sich anschließend in dem dreirundigen Schnellschachturnier mit vier nach Alter aufgestellten Mannschaften, Ü65 (natürlich mit der Person des Tages an Brett Eins), Ü55, Ü25 und U25. Vlastimil Hort zeigte sich großzügig, gönnte Ralf Kotter (Ü55) und dem „Jugendkapitän“ Lennart Faber je ein Remis (mit einem Punkt gewertet) und bescherte seinem nun ehemaligen Mannschaftskameraden IM Marcel Becker sogar volle drei Punkte für einen Sieg. Marcel gelang auch das Kunststück, alle drei Partien zu gewinnen, ebenso wie Holger Hortolani, Nikita Kantor, Niclas Kohl und Miguel Zimmer. Zusätzliches Highlight: Nachdem ein Teilnehmer früher gehen musste, ließ sich der OSV-Ehrenvorsitzende Alfred Schlya persönlich zu einer Partie überreden.

Vlastimil Hort beim Schmaus mit Dr. Jürgen Böcker (Foto: Jürgen Cziczkus)

Vlastimil Hort beim Schmaus mit Dr. Jürgen Böcker (Foto: Jürgen Cziczkus)

In der Mannschaftswertung hatte die Ü25 mit 76 Punkten (Brettpunkte der Spieler zusammengerechnet) die Nase vorn, gefolgt von der Ü55 mit 66 und der Ü65 mit 35 Punkten. Die Jugend musste sich aufgrund mangelnder Erfahrung mit 7 Punkten begnügen, aber schön, dass überhaupt so viele Jugendliche teilnahmen.

Generationenturnier Hort Buffet

Fotos: Jürgen Czickus (geschnitten)

Zwischen den ersten beiden Runden wurde ausgiebig am von Alfred Klesse wieder einmal hervorragend organisierten Buffet geschlemmt und über alte (und vielleicht auch neue) Zeiten geplaudert, und natürlich signierte der Star des Tages auch wieder einige Bücher, bevor er nach rund vier Stunden den voraussichtlich letzten Heimweg vom OSV antrat. (Nebenbei sei auch noch die reibungslose Organisation des Turniers durch Thomas Groß erwähnt, der zuvor wieder einmal unermüdlich die Werbetrommel gerührt hatte – „nebenbei“, weil es mittlerweile schon so gewohnt erscheint.)

Wir danken Vlastimil Hort für phantastische 23 Jahre, die uns allen noch lange in Erinnerung bleiben werden, und wünschen ihm für die (hoffentlich noch lange) Zukunft alles Gute!

Trauer um Heinz Lanfermann

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Foto: Frank Hoppe, in Graustufen umgewandelt, GNU Free Documentation License

Nachruf von Gerd Arlt

Wir trauern um Heinz Lanfermann. Nach schwerer Krankheit ist er nun mit 74 Jahren verstorben.

Er war 14 Jahre alt, als er dem OSV beigetreten ist. Gerne erzählte Heinz von seinem damaligen Schachtraining mit Günter Knuth während dessen Pausen an der Endhaltestelle des Busses in Buschhausen. In der Folge entwickelte er sich zu einem starken Spieler, der regelmäßig in der ersten Mannschaft zum Einsatz kam und in der Saison 1983/84 auch die Vereinsmeisterschaft gewann.

Sein bewegtes politisches Leben hinderte ihn dann aber daran, intensiv seiner Schachleidenschaft nachzugehen. Als Stadtverordneter, Abgeordneter im Landtag und Bundestag und dann als Staatssekretär im Bundesjustizministerium fehlte ihm die Zeit für das Vereinsschach. Mit dem Umzug der Bundesregierung nach Berlin engagierte er sich parteipolitisch in Brandenburg, wurde dort FDP-Landesvorsitzender und auch wieder Bundestagsabgeordneter. Seine letzte Station war die des Ombudsmannes der Privaten Krankenversicherungen.

Besuchte er von Oberhausen aus zusammen mit Schachfreunden schon mal Schachturniere in den Niederlanden und Frankreich, beschränkten sich seine Ausflüge in die Welt des Schachs dann zunehmend auf die Berliner Politikerturniere und ab und an eine gemeinsame nächtliche Schachorgie in Potsdam. Einmal konnten wir ihn auch an einem Spielabend des OSV begrüßen. Über die vielen Jahre blieb ihm der OSV, dessen Geschehen er aus der Ferne intensiv beobachtete und über den Förderverein auch regelmäßig unterstützte, ein Herzensanliegen.

Wir werden Heinz ein ehrendes Andenken bewahren.

Kampf der Generationen

Die Abschiedsfeier für Vlastimil Hort

Nachdem Vlastimil Hort 22 Jahre für die SG Porz in der 1. Bundesliga gespielt hat, wechselte er 2001 überraschend zum Oberhausener SV. Hier war er 23 Jahre lang das Aushängeschild des OSV 1887. Er war ein Garant für viele gemeinsame Erfolge.
Nun beendet Vlastimil Hort seine aktive Schachlaufbahn. Mit einer kleinen Feier möchten wir seine großartige Karriere würdigen.

Termin: Sonntag, der 30.06.24, um 13:00 Uhr.

Nach der Begrüßung werden 4 Mannschaften nach Jahrgängen zusammengestellt. Innerhalb der Mannschaften wird nach DWZ aufgestellt.
Schnellschach 15 min + 5 s/Zug.
Sieg 3 Punkte, Remis 1 Punkt pro Partie.
Die Mannschaft, die nach 3 Runden die meisten Punkte hat, ist Turniersieger dieser denkwürdigen Veranstaltung. Nach der 1. Runde wird eine Buffetpause stattfinden.
Die Teilnehmergebühr beträgt 15 Euro, hierin enthalten sind Speisen und Getränke.
Die Veranstaltung ist auf 40 Teilnehmer begrenzt. Eine vorzeitige Anmeldung wird empfohlen.

Anmeldung: Durch Überweisung des Startgeldes mit Angabe des Namens, des Vereins und des Geburtsdatums.
Kontoinhaber: Oberhausener Schachverein,
IBAN: DE36 3655 0000 0000 1024 26

Alternativ: Per E-Mail an familie@gross-mh.de und Zahlung der Teilnehmergebühr am 30.06. vor Ort.

NRW-Liga: Letzter Mannschaftskampf mit Vlastimil

OSV I – Düsseldorfer SK II 3½:4½

Hort 2Von Claus Nissen

Am 28.4. spielten wir unser letztes Spiel gegen Düsseldorf. OSV I war sicher, und auch Düsseldorf konnte nur noch theoretisch absteigen. Zu den Partien:

Marcel konnte an 1 gegen seinen sehr stark spielenden Gegner die Partie nicht halten. An 2 spielte Vastimil ein sicheres Remis. Dies sollte das letzte Spiel von Vastimil Hort für den OSV sein. Aufgrund seiner nunmehr über 80 Lebensjahre tritt er mit Schach etwas kürzer. Dass er immer noch sehr stark Schach spielt, belegte auch diese Spielzeit. Er blieb ungeschlagen und erzielte einen Sieg. Weiterlesen

Kreisliga: Sterkrade-Nord IV – OSV V 1,5 : 3,5

Von Gerd Arlt

Mit nahezu durchgehend starkem Spiel gelang unserer Fünften ein guter Abschluss der ansonsten wenig berauschenden Kreisliga-Saison. Zwar bekam ich meinen Gegner nicht zu Gesicht und konnte den für uns bald aussichtsreichen Kampf in aller Ruhe verfolgen. So stellte Stefan einen Bauern ein, hielt sich aber dennoch lange standhaft gegen die Schwester des Nord-Spitzenspielers, die sich den Punkt nicht mehr nehmen ließ. Helmut wollte seine Telefonscharte auswetzen, was ihm auch gelang. In einem schwer abschätzbaren Endspiel willigte er in ein Remis ein.

Beeindruckend unsere beiden Jugendlichen. David Kremer machte seinen Bauernnachteil mehr als wett, als er mit seinem Läufer einen Turm aufspießte und dann keine Zweifel mehr am erwartbaren Spielausgang aufkommen ließ. Mit Altrecken Bobovnik hatte Kohshiro auch in seinem zweiten Wettkampf keine leichte Aufgabe. Er umschiffte alle Klippen und konnte sich seines ersten OSV-Sieges erfreuen.

Zum Abschluss der Saison: Dank an alle Mitspieler dafür, dass sie auch in schwierigen Situationen sich nicht haben mutlos machen lassen. Besonders aber an Karl für seine organisatorische Hilfe, jeweilige Vervollständigung der Mannschaft, Meldungen und Autofahrten.

Kreisliga