Aufstiegsspiel lässt auf eine gute Saison hoffen

Von Lennart Faber

Nach der Jugendstadtmeisterschaft ging es für drei von uns direkt weiter, drei Andere kamen hinzu. Wir traten an den ersten fünf Brettern mit bester Besetzung an, während am sechsten Brett Bjarne Faber fehlte; er wurde durch Rares Grumaz ersetzt. Unser Gegner musste hingegen auf seinen Topspieler verzichten, wodurch wir der klare Favorit waren, was auch sehr schnell in den Spielen klar wurde. Bereits nach 15 Minuten konnte unser Ersatzspieler uns den ersten Punkt holen, und auch an den anderen Brettern sah es schon sehr gut aus. Nach 20 Minuten holte Niclas kohl den zweiten Punkt, und weitere acht Minuten später lagen wir durch Daniel Tatarinov mit 3:0 vorne und hatten damit den Aufstieg schon ziemlich sicher in der Tasche.

Auch wenn unser bester Spieler (Alexandru Cosovan) aus den ersten beiden Spielen vor zwei Wochen keine Probleme hatte, stand er diesmal ziemlich schnell schlechter, stellte seinem Gegner jedoch noch eine Pattfalle, in die dieser hineintappte, und holte damit für die Mannschaft den Sieg und damit den Aufstieg nach 45 Minuten. Den Sieg veredelten dann noch meine Wenigkeit nach einer Stunde und Razvan Grumaz 5 Minuten später, wodurch wir im ganzen Kampf nur einen halben Punkt abgaben und damit jetzt nach vorne gucken können auf die kommende Saison in der Jugendverbandsliga.

Mehr oder weniger erfolgreiche Jugendstadtmeisterschaft

Von Lennart Faber

Die Jugendstadtmeisterschaft fand am 6.7. statt und war für uns eher weniger erfolgreich auf den vorderen Rängen. Die beiden Mitfavoriten auf den Sieg, Lennart Faber und Niclas Kohl, patzten bereits in der dritten Runde. Während Faber gegen den überraschend lange Zeit führenden Alessio Ciomperlik verlor, verlor Kohl einen Punkt nur wegen seiner geringen Zeit gegen den Hauptfavoriten Max Peter Bartelt. Beide spielten weiterhin ein ganz gutes Turnier, verloren jedoch jeder noch einmal, bevor sie dann in der letzten Runde gegen Bartelt und Kyas (die beiden Führenden) spielen mussten und erfolgreich deren Titelträume zerstörten, indem sie jeder ihre Partie gewannen, wodurch Larissa Barutta durch ihren Sieg über Alessio Ciomperlik den Titel entgegen nehmen durfte. Faber und Kohl landeten dadurch am Ende nur auf Platz 5 und 6, jedoch wurden sie Zweiter und Dritter in ihrer Altersklasse. Beide hatten jeweils 5 Punkte.

Alexandru Cosovan wurde leider nur knapp Zweiter in seiner Altersklasse durch die schwächere Buchholzwertung mit ebenfalls 5 Punkten. Insgesamt wurde er 7. Die beiden Brüder Daniel und David Kaganovych spielten beide ein ziemlich gutes Turnier, ebenso wie Louis Brömme. Daniel verfehlte knapp den Sieg in seiner Altersklasse durch die schwächere Buchholzwertung; mit 4 Punkten war seine Leistung jedoch sehr stark. Auch sein Bruder landete in seiner Altersklasse unter den ersten Dreien mit 3,5 Punkten. Louis Brömme holte zwei Punkte.

Wir gratulieren Wolfgang Prüfer zum Jubiläum

Der Ehrenbrief des Schachbundes NRW - wir hoffen natürlich, diesen bald persönlich übergeben zu können...

Der Ehrenbrief des Schachbundes NRW – wir hoffen natürlich, diesen bald persönlich übergeben zu können…

Kaum zu glauben! Wolfgang Prüfer ist mit der drittlängsten Mitgliedschaft seit 50 Jahren im OSV. Wir gratulieren ganz herzlich zu seinen vielen sportlichen Erfolgen in unserem Verein, von der Vereinsmeisterschaft über Pokalsiege bis zu seiner Domäne, dem Schnell- und Blitzschach. Wir bedanken uns für hervorragende Leistungen in unseren Spitzenmannschaften und natürlich auch für über 10 gute Jahre als Vorsitzender unseres Vereins.

Mit allen guten Wünschen für die Gesundheit, Spaß am Schach, Freude am Verein und natürlich an der Domäne.

Dein OSV

Große Ehrung für Schachgroßmeister Vlastimil Hort

Der Deutsche Schachbund hat bei seinem Kongress am 1. Juni in Magdeburg den Internationalen Schachgroßmeister Vlastimil Hort zum Ehrenmitglied des Deutschen Schachbundes ernannt.
Der Geehrte Vlastimil Hort (rechts) und der Laudator und erste Gratulant Alfred Schlya (Foto: Jürgen Cziczkus)

Der Geehrte Vlastimil Hort (rechts) und der Laudator und erste Gratulant Alfred Schlya (Foto: Jürgen Cziczkus)

Diese Ehrung wurde von dem Kongress des DSB ausgesprochen. Neben Vlastimil Hort wurden Dr. Helmut Pfleger und Dr. Robert Hübner geehrt. Grund dieser Ehrung sind ihre außergewöhnlichen sportlichen und medialen Leistungen für den Schachsport in Deutschland. Als Beispiel sei hierfür die Sendereihe „Schach der Großmeister“ im WDR-Fernsehen genannt, wo besonders Vlastimil Hort mit seinen humoristischen Kommentaren hervortrat. Als Simultanspieler ist Vlastimil Hort in ganz Deutschland und darüber hinaus immer wieder ein Erlebnis bei Vereinsjubiläen. Die Ehrung fand am 4.6. durch den Ehrenpräsidenten des Deutschen Schachbundes Alfred Schlya beim OSV statt. Über diese überraschende Ehrung hat sich Vlastimil Hort sehr positiv geäußert.

Auch der Oberhausener Schachverein 1887 freut sich über diese Ehrung für ein Mitglied, das bereits seit 18 Jahren für den Verein aktiv und erfolgreich ist.

Jürgen Cziczkus/Alfred Klesse

Weitere Informationen über Vlastimil Hort:
https://de.wikipedia.org/wiki/Vlastimil_Hort

Das amtliche Dokument der Ehrung (Foto: Karl Hirtz)

Das amtliche Dokument der Ehrung (Foto: Karl Hirtz)

OSV III – Weiße Dame Borbeck 2

Von Ben Hoffmann

Zum Abschluss der Saison empfingen wir die Gäste aus Borbeck, die durch ein Ergebnis am Morgen allerdings schon den Klassenerhalt so gut wie sicher hatten. Wir mussten auf Sieg spielen und auf einen Ausrutscher der Konkurrenz hoffen.

Große Spannung kam während des Kampfes eigentlich nie wirklich auf. Zunächst wickelten Niclas Kohl und Stefan Horn ihre Partie in ein Remis-Endspiel ab, bevor relativ zeitnah Wolfgang Prüfer und Lennart Faber ihre Partien gewinnen konnten. Lennart konnte eine Figur gewinnen, gab drei Bauern dafür ab. Nachdem der Gegner jedoch die Türme getauscht hatte, konnten Lennarts Leichtfiguren die Partie gewinnen. Wolfgang hatte in seiner Partie nie wirklich Probleme, souveräner Punkt. Weiterlesen

Großer Erfolg für die OSV-Jugend

Lennart Faber wird Jugend-Bezirksblitzmeister — alle OSV-Teilnehmer mit guten Ergebnissen

Bericht von Gerd Arlt

Die glorreichen Sechs (v.l.): Tanyel Scholing, Daniel Tatarinov, Rares Grumaz, Alexandru Cosovan, Razvan Grumaz und Lennart Faber.

Die glorreichen Sechs (v.l.): Tanyel Scholing, Daniel Tatarinov, Rares Grumaz, Alexandru Cosovan, Razvan Grumaz und Lennart Faber.

Mit stolzer Freude verfolgten die OSV-Begleiter im Verlaufe der Runden das gute Abschneiden ihrer Jugendlichen bei der von Marco Schwinning souverän geleiteten Blitzbezirksmeisterschaft in Sterkrade. Seine aufsteigende Formkurve belegte einmal mehr Lennart Faber. Er gab am Ende der sieben Runden nur ein Remis ab und ist nun Bezirksblitzmeister. Er ließ 26 Teilnehmer hinter sich, darunter auch Tom Rebentisch aus Horst mit einer Wertungszahl von über 2000.

Einen hervorragenden 3. Platz erreichte Alexandru Cosovan, der nur 2 Punkte abgab. Bemerkenswert auch noch Platz 6 von Daniel Tatarinov (4,5) und Platz 10 von Razvan Grumaz (4), und auch unsere beiden Youngster Rares Grumaz (Platz 15) und Tanyel Scholing (Platz 19) können sich über ihre drei gewonnenen Partien in dem starken Feld freuen.

Trauer um Harald Rolle

Wir trauern um Harald Rolle. Für seine Vereinstreue mit der Silbernen Ehrennadel geehrt, starb er im Alter von 65 Jahren. Er liebte das Schachspiel leidenschaftlich. Für den Verein war er immer ein bereitwilliger und zuverlässiger Mannschaftsspieler. Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung bewahren.

GM Vlastimil Hort gewinnt das OsterOpen 2019

Vier Spieler punktgleich an der Spitze

Vlastimil Hort bei der Siegerehrung (Foto: Jürgen Cziczkus, bearbeitet)

Vlastimil Hort bei der Siegerehrung (Foto: Jürgen Cziczkus, bearbeitet)

In der letzten Runde reichte GM Vlastimil Hort ein Remis gegen IM Mikhail Zaitsev, um (dank bester Buchholzzahl) zum zweiten Mal das OsterOpen der Stadtsparkasse Oberhausen zu gewinnen und gleichzeitig Einzelmeister des Schachbundes NRW zu werden. FM Marcel Becker verteidigte mit einem Unentschieden gegen GM Daniel Hausrath seinen zweiten Platz. IM Tobias Jugelt erkämpfte mit einem Sieg gegen Marcel Quast den dritten Rang. Titelverteidiger FM Heiko Kummerow gewann gegen IM Zoya Schleining und erreichte damit einen hervorragenden vierten Platz, noch vor GM Hausrath und IM Zaitsev, die eine rund 300 Punkte höhere Elo-Zahl vorweisen können. In der NRW-Meisterschaft wurde Kummerow Dritter, vor Hausrath, Zaitsev und Wilfried Harff, der seine gute Leistung des Vorjahres wiederholte.

In der Ratinggruppe 1 (U 2150) gewann (nach Heiko Kummerow, der wegen des Ausschlusses von Doppelpreisen nicht mitgezählt wird) Stephan Bröhl mit einem halben Punkt Vorsprung vor Ivan Mancic und Frank Müller. In der zweiten Ratinggruppe (U 2000) ging es sehr eng zu; nach Feinwertung gewann Oskar Braun vor Dr. Thomas Hartung und Jan Oltmanns; der dritte Preis ging allerdings an Reinhard Klüting. In Gruppe 3 (U 1870) siegte Michael Schulz-Runge vor WCM Luisa Bashylina und Eddy Weichert. Den Preis in der vierten Gruppe (U 1700) errang Marco Payes mit einem halben Punkt Vorsprung vor Louis von der Weyden; punktgleich auf dem dritten Platz landete der OSV-Jugendliche Niclas Kohl. Mit einer ansehnlichen Punktausbeute von 50 Prozent gewann Heike Goldmund (gestartet als Nummer 148 der Teilnehmerliste) den Preis in Gruppe 5 (U 1550), vor Andreas Diehl und Andreas Rades.

Niclas Kohl (rechts) mit dem Vereinsvorsitzenden Gerd Arlt (Foto: Jürgen Cziczkus, bearbeitet)

Niclas Kohl (rechts) mit dem Vereinsvorsitzenden Gerd Arlt (Foto: Jürgen Cziczkus, bearbeitet)

IM Karl-Heinz Podzielny verpasste mit 5 Punkten knapp einen Hauptpreis, erhielt dafür aber den Preis als bester Senior; der zweite Preis ging an Raman Pak. Bester Jugendlicher wurde Jan Oltmanns; den zweiten Preis erhielt Kathrin Sewald, die nach Punkten und Buchholzzahl gleichauf mit Luisa Bashylina und nur nach Ratingleistung knapp dahinter lag. Die OSV-Jugendlichen Niclas Kohl, Lennart Faber und Daniel Tatarinov belegten in der Jugendwertung die Plätze 9, 12 und 18. Beste Dame war mit einem vollen Punkt Vorsprung IM Zoya Schleining; sie wurde damit auch Frauen-Einzelmeisterin des Schachbundes NRW, vor Luisa Bashylina.

Von den übrigen OSV-Spielern war vor allem Claus Nissen mit 5 Punkten und Rang 19 sehr erfolgreich; auch André Krüger schnitt mit 4,5 Punkten und Platz 38 gut ab. Martin Beierlein und Kai Hombrecher erspielten jeweils 3 Punkte und belegten die Plätze 100 und 119. Klaus Füllhas durfte als Springer nur drei Runden spielen, sammelte dabei aber anderthalb Punkte und erreichte so immerhin noch Rang 168. Für Gotthard Stieglitz verlief das Turnier leider weniger erfolgreich…

Aus Sicht des OSV dürfte die Premiere der Kombination von OsterOpen und NRW-Einzelmeisterschaft als voller Erfolg zu werten sein, auch wenn der neue Fischer-Bedenkzeitmodus die Schiedsrichter vor ein paar Herausforderungen gestellt hat. Mich persönlich erfreut immer am meisten, dass ich bei meinen Einsätzen in der Kantine so viele freundliche Gesichter von gut gelaunten Schachfreunden sehen darf, die teils schon seit Jahren regelmäßig am OsterOpen teilnehmen und sich für die hervorragende Turnierleitung durch Rudi Cordsen und das eingespielte Schiedsrichterteam, für die von Alfred Klesse und seiner Frau mit Hingabe zubereiteten Leckereien und für unsere günstigen Essens- und Getränkepreise bedanken. So darf es gerne noch viele Jahre weitergehen.