Stadtmeisterschaft vor der Entscheidung

Nach sechs Runden liegen zwei Teilnehmer mit fünf Punkten an der Tabellenspitze: FM Jürgen Kaufeld und Andreas Walter, die sich in den Spitzenduellen gegen Eugen Heinert und Jan Oltmanns durchsetzten. Beide haben in der letzten Runde beste Chancen, neuer Stadtmeister 2019 zu werden. Beachtliche Leistungen zeigten Baris Demircan, Behzad Chamsaz und Stefan Peil bei ihren Siegen über Andre Krüger, Günther Grunwald und Markus Hufnagel.
Ergebnisse 6. Runde; Auslosung letzte Runde

Starke Leistung der Ersten

Ein Bericht von Matthias Limberg
Gegen den Tabellenführer aus Letmathe holten wir ein hochverdientes Unentschieden, trotz 6 IMs an den ersten Brettern der Gäste. André Krüger und Markus Jörgens spielten für den erkrankten Heiko und den im Urlaub befindlichen Dragos – vielen Dank hierfür!
Nach knapp drei Stunden vereinbarte André Matzat mit dem ersten IM ein sicheres Remis im Londoner System. Kurze Zeit später traute ich mich nicht, ein Remis in besserer Stellung mit Qualitätsvorteil gegen den zweiten IM mit über 2400 ELO abzulehnen (bei unklarer Stellung).
Claus Nissen verlor nach langem Kampf in der französischen Partie gegen den dritten IM im Endspiel. Den zwischenzeitlichen Ausgleich holte Andreas Voge gegen den vierten IM (WGM) und Ex-OSV‘ler Zoya Schleining. Andreas stand vermutlich sehr schlecht, wenn nicht sogar schon verloren, bevor seine Gegnerin die Qualität opferte und danach ungenau fortsetzte. In Zeitnot verlor sie schließlich die Übersicht und die Partie.
Vlastimil verlor dann gegen den fünften IM und Topscorer der Liga. In einer Benoni-Stellung schaffte es der Gegner, im Mittelspiel letztendlich starke Drohungen gegen Vlastimils König aufzustellen.
André Krüger spielte ein sicheres Remis. Markus stand wohl auch sehr gut, leider war der Gewinnweg im Turmendspiel nicht einfach zu sehen und so endete diese Partie ebenfalls mit einem Remis.
Das Mannschaftsremis stellte dann Marcel gegen den sechsten IM Potzblitz sicher. Marcel stand die gesamte Partie deutlich besser und verwertete schließlich seinen Mehrbauern.
Somit holten wir ein nicht zu erwartendes, verdientes Unentschieden gegen den Tabellenführer, der gegen uns seinen ersten Mannschaftspunkt in dieser Saison abgab.
OSV ITabelle6. RundeEinzelergebnisse

Morgen beginnt … die Stadtmeisterschaft 2019

Dienstag Abend um 19.00 Uhr beginnt im OSV- Spiellokal die Offene Oberhausener Stadtmeisterschaft 2019. Bislang haben sich 35 Schachfreunde vorangemeldet, darunter FM Jürgen Kaufeld( SF Essen- Werden), Claus Nissen( OSV) und Dustin Kuipers( SV Mülheim- Nord). An Quantität und Qualität ist also für Klasse gesorgt. Anmeldungen per Mail an die Turnierleitung oder am ersten Spielabend bis 19.00 Uhr persönlich.
Details s. Ausschreibung

Kampf der Generationen

Ein Bericht von Reiner Klüting
Am vergangenen Samstag fand zu Ehren von Vlastimil Horts 75. Geburtstag (12.01.2019) beim Oberhausener SV 1887 ein Schnellschachwettkampf „Kampf der Generationen“ zwischen 6 Mannschaften statt, an dem neben mir auch meine langjährigen Hemeraner Vereinskameraden Wilfried Sirringhaus und Herbert Cloosters teilnahmen. Sowohl beim Sektempfang als auch vor einzelnen Runden gab Vlastimil einige schöne Anekdoten aus seiner reichhaltigen Schachkarriere zum Besten, die aufgrund der sehr lebendigen Schilderungsweise, gepaart mit selbstironischer Bescheidenheit, zunächst großes Schmunzeln und daraufhin großen Beifall beim Publikum erzeugten. Danach stärkten sich die Schachspieler an einem guten Buffet, wo mir neben den hervorragenden Salaten insbesondere die kräftige, fleischreiche Gulaschsuppe mundete. Die 6 ältesten Spieler kamen in die 1. Mannschaft, die von Vlastimil „Brontosaurus“ getauft wurde. Die Namen der übrigen Mannschaften (altersmäßig absteigend bis zu den jüngsten Spielern):
„Die Weisen“ – „Die Erfahrenen“ – „Die Mittelalten“ – „Die Jungen“ und „Die Küken“ (immerhin zwischen 15 und 30 Jahre alt!).
Die Bedenkzeit war 12 min + 5 sec pro Zug. Wilfried holte am ersten Brett herausragende 3 von 5 möglichen Punkten; mir gelang es, mit einem positionellen Qualitätsopfer im Endspiel ein Remis gegen den „Brontosaurus“ Vlastimil zu erreichen. Es gewannen – wen wundert es? – „Die Jungen“. Insgesamt ein gelungener Festtag mit Festschmaus (man konnte sich auch zwischen den Runden weiter am Buffet stärken) und interessanten Partien. Dem gastgebenden Verein OSV 1887, in dem Vlastimil Hort schon seit vielen Jahren Mitglied ist, ein herzliches „Danke“ für diesen schönen Tag!

Erste Mannschaft mit erneuter Niederlage

Gegen den Tabellenzweiten aus Lippstadt hätte schon ein Sieg her müssen, um die Mannschaft aus dem Tabellenkeller zu befreien, doch es gelang nicht und so steht man weiterhin auf einem Abstiegsplatz. Die Mittelspielphase begann nicht gut für uns, denn Heiko und Claus gaben je zwei Bauern ab – dies war nicht mehr zu kompensieren und beide verloren im weiteren Verlauf. Ich war kurzfristig für den erkrankten Andreas eingesprungen und hatte einen interessanten Partieverlauf: Nach einem Figurenopfer meines Gegners gab ich diese (erzwungenermaßen) zurück, behielt dafür zwei Mehrbauern, blieb aber in der Entwicklung zurück. Ich konnte mich jedoch befreien und nach interessanten taktischen Verwicklungen erreichte ich eine Position mit drei Leichtfiguren und Turm gegen Dame und Läufer, die ich zu gewinnen glaubte. Bei knapper Bedenkzeit sah ich jedoch nicht den Gewinn und fügte mich in ein Dauerschach. In der Zwischenzeit hatte Matthias seine Partie, die mal ganz gut aussah, remis gegeben und André leider verloren. Ziemlich überraschend, jedoch zu Marcels Freude, wiederholte sein Kontrahend in klarer Gewinnstellung dreimal die Züge, so dass eine Remisreklamation erfolgreich wurde. In den beiden letzten Partien konnte zunächst Dragos seinen Vorteil in einen Sieg umsetzen und schließlich gewann Vlastimil sein Springerendspiel. So endete unser Auswärtsspiel in Lippstadt mit einer 3,5:4,5-Niederlage.
OSV ITabelle4. RundeEinzelergebnisse