Wolfgang Prüfer alter und neuer OSV-Schnellschachmeister

Bayerngeschädigt fanden sich leider nur 15 Teilnehmer zur nur für Vereinsmitglieder zugelassenen OSV-Schnellschachmeisterschaft 2017/2018 ein. Alter und neuer Meister wurde Wolfgang Prüfer dank der besseren Feinwertung knapp vor Dragos Ciornei (beide 6 Punkte aus 7 Partien). Als Dritter und Vierter kamen ebenfalls punktgleich Claus Nissen und Christian Stefaniak, allerdings mit deutlichen 1,5 Punkten Abstand, ins Ziel.

Rangliste:  Stand nach der 7. Runde 
Rang TNr Teilnehmer Titel TWZ A Verein/Ort Land G S R V Punkte RaLst
1. 3. Prüfer,Wolfgang   2017   Oberhausener SV GER 7 5 2 0 6.0 2193
2. 2. Ciornei,Dragos,Dr.   2066   Oberhausener SV GER 7 5 2 0 6.0 2136
3. 1. Nissen,Claus   2089   Oberhausener SV GER 7 4 1 2 4.5 1920
4. 5. Stefaniak,Christian   1935   Oberhausener SV GER 7 4 1 2 4.5 1870
5. 6. Seibert,Michael   1929   Oberhausener SV GER 7 4 0 3 4.0 1887
6. 4. Groß,Thomas   2006   Oberhausener SV GER 7 3 1 3 3.5 1780
7. 7. Zimmer,Javier Miguel   1659   SW Oberhausen - 7 3 0 4 3.0 1703
8. 15. Turp,Hüseyin   1627   Oberhausener SV GER 4 3 0 1 3.0 1660
9. 9. Faber,Lennart   1533   Oberhausener SV GER 7 2 1 4 2.5 1512
10. 11. Killus,Anastasios   1423   SW Oberhausen GER 7 2 1 4 2.5 1458
11. 8. Pickardt,Dominik   1546 * Oberhausener SV GER 3 1 2 0 2.0 1807
12. 12. Hirtz,Karl   1405   Oberhausener SV GER 7 2 0 5 2.0 1432
13. 10. Klesse,Alfred   1506   Oberhausener SV GER 7 1 2 4 2.0 1412
14. 14. Bönsch,Holger   1182   Oberhausener SV - 7 1 2 4 2.0 1323
15. 13. Stieglitz,Gotthard   1214   Oberhausener SV GER 7 1 1 5 1.5 1285

3. Runde OSV-Pokal ausgelost

In der zweiten Runde OSV-Pokal setzte sich Dragos Ciornei nach einem Remis in der Turnierpartie erneut als Blitzsieger gegen Jörg Schroeder durch. Die Überraschung des Durchgangs war aber der Sieg von Lennart Faber gegen den deutlich stärker eingeschätzten Marc Boxberg. Nach Austragung der letzten Nachholpartie konnte die 3. Runde OSV-Pokal/Plakette ausgelost werden.

Ergebnisse 2. Runde; Auslosung 3. Runde

Oberliga NRW: OSV 1- Gerresheim 1 3,5:4,5

Diesmal erwischten wir mit einem schön herausgespielten Sieg von Ersatzmann Thomas Groß einen Traumstart! Doch schon bald sorgte GM Orlov an Brett 1 für den Ausgleich, Alexej Litwak hatte in der Eröffnung einen vergifteten Bauern gefressen und wurde dafür bestraft.

Es folgten Remisen an Brett 7, 6 und 4. Auch Marcel Becker an 2 erreichte in einer scharfen Königsindisch-Partie gegen IM Stets nach 4 Stunden ein Remis. Kurz nach der Zeitkontrolle erreichte auch Oster-Open Sieger Heiko Kummerow einen halben Punkt mit Schwarz, also 3,5:3,5.

In der längsten Partie des Tages hatte ich ein vorteilhaftes Mittelspiel in der Zeitnotphase zu einem verlorenen Turmendspiel verdorben. Trotz einiger Bemühungen war die Niederlage am Ende unvermeidlich — 3,5:4,5.

Leider wieder keine Mannchaftspunkte, aber insgesamt eine ordentliche Mannschaftsleistung gegen starke Gerresheimer!

OSV ITabelle8. RundeEinzelergebnisse

Land in Sicht! – OSV III ist dem Aufstieg ganz nah

Von Kai Hombrecher

Erneut haben wir vom Aufstellungspech einer gegnerischen Mannschaft profitiert – Ergebnis war ein knackiges 7:1 gegen die zweite Mannschaft des Hervest Dorstener SK.

Den ersten halben Punkt steuerte Stefan Horn bei, der nach Bauernverlust gern das Remisangebot seines Gegners annahm.
Andreas Schneider gewann als Weißer im Philidor erst die gegnerische Dame und dann die Partie. So brachte er uns früh in Führung.
Nach knapp 90 Minuten Spielzeit hatte mir mein Königsinder den Sieg und der Mannschaft den nächsten Punkt eingebracht. Weiterlesen

Bezirksoberliga: Tag der vergebenen Chancen

SF Gelsenkirchen 2002 I – OSV IV   5:3

In der 8. Runde hatte die Vierte trotz des Fehlens von Klaus-Peter Fuchs (für den man wohl schon kräftig die Daumen drücken muss, dass es wenigstens in der nächsten Saison mit der Rückkehr ans Schachbrett klappt) und der üblichen nominellen Überlegenheit der Gegner gute Chancen, wenigstens einen Mannschaftspunkt mitzunehmen — leider blieben diese Chancen ungenutzt. Weiterlesen

FM Heiko Kummerow Sensationssieger beim OsterOpen

Den Ausdruck "strahlender Sieger" konnte man bei Heiko Kummerow durchaus wörtlich nehmen

Den Ausdruck „strahlender Sieger“ konnte man bei Heiko Kummerow durchaus wörtlich nehmen

Angesichts der Liste hochkarätiger Titelträger hatte im Vorfeld wohl niemand auf Heiko Kummerow (Nr. 13 der Teilnehmerliste) als Turniersieger getippt — am allerwenigsten vermutlich er selbst, war doch die Saison bisher nicht gerade nach seinen Vorstellungen gelaufen. Dieser Erfolg dürfte für Heiko also das absolute Highlight sein, was man ihm vor, während und nach der Siegerehrung auch deutlich ansehen konnte.

Der Zweitplatzierte IM Dmitry Mischuk

Der Zweitplatzierte IM Dmitry Mischuk

Sein Turnierverlauf war beeindruckend: Auf drei Siege zum Auftakt folgte zunächst ein Remis gegen die nominell klar favorisierte IM Zoya Schleining, dann sogar ein Sieg gegen IM Benjamin Tereick und ein weiterer gegen Drazen Curic. In der letzten Runde traf Heiko Kummerow dann auf den aus der Ukraine angereisten IM Dmitry Mischuk; beide waren nach Punkten und Punktesumme gleichauf. Der Internationale Meister wollte anscheinend unbedingt gewinnen, aber Heiko hielt mit Schwarz dagegen und sicherte sich (mit zeitweise wohl sogar besserer Stellung) das Remis, das ihm dank etwas besserer Ratingleistung zum Turniersieg reichte; Dmitry Mischuk, der u.a. in der vorletzten Runde IM Karl-Heinz Podzielny geschlagen hatte, wurde Zweiter.

Von links: GM Daniel Hausrath mit Kindern (vorne), Werner Schmidt, Gerd Arlt, Alfred Schlya. Rechts im Hintergrund: Karl Hirtz

Von links: GM Daniel Hausrath mit Kindern (vorne), Werner Schmidt, Gerd Arlt, Alfred Schlya. Rechts im Hintergrund: Karl Hirtz

Auch der Kampf um die nachfolgenden Plätze wurde spannend: GM Daniel Hausrath konnte sich gegen GM Vlastimil Hort durchsetzen, dem nur noch der zweite Seniorenpreis blieb. Zoya Schleining hätte ihn noch überholen können, lieferte sich aber mit Wilfried Harff einen harten Kampf, der fast über die volle Bedenkzeit von fünf Stunden ging; der Schachfreund Harff (übrigens auch ein treuer Stammgast beim Open) hatte im Damenendspiel sogar einen Mehrbauern, den er dann aber in der Endspurtphase einstellte. Mit dem resultierenden Remis wurde Daniel Hausrath Dritter und Zoya Schleining Vierte; Wilfried Harff verpasste mit Platz Acht ganz knapp die Preisränge, durfte sich dafür aber über den ersten Seniorenpreis freuen. IM Karl-Heinz Podzielny, der nach der vierten Runde noch als einziger Spieler ohne Verlustpunkte geführt hatte, wurde Fünfter, gefolgt von IM Tobias Jugelt und Axel Berndt.

In den Ratinggruppen hatten weitere OSV-Mitglieder Grund zur Freude: In der ersten Gruppe (U2070) gewann André Matzat vor Sven Spickermann und Jan Ophüls; Dr. Andreas Voge wurde immerhin noch Siebter. In der zweiten Gruppe (U1960) hielt sich Michael Seibert an der Spitze, gefolgt von Uwe Serreck und Justus Wiegersma. Gruppe Drei (U1820) wurde angeführt von Justin Wilde, Luisa Bashylina und Leander Maass; in Gruppe Vier (U1680) gewann Mark Schocke (Sterkrade-Nord, also immerhin ein Oberhausener) vor Abdullah Alghawi und Markus Wagner, und die Preise der neu eingeführten fünften Ratinggruppe (U1510) gingen an Andreas Usdenski, Louis von der Weyden und Marco Payes.

Razvan Grumaz in seiner Partie gegen Venice Barthelmes

Razvan Grumaz in seiner Partie gegen Venice Barthelmes

In der Jugend übernahm Simon Knudsen zu Beginn die Führung und behielt diese bis zum Schluss; am Ende hatte er mit starken 5 aus 6 einen halben Punkt Vorsprung vor Justin Wilde, Lukas Schimnatkowsi (der den zweiten Preis wegen des Ausschlusses von Doppelpreisen erhielt) und Justus Wiegersma. Die in der Vierten Mannschaft spielenden OSV-Jugendlichen Niclas Kohl und Lennart Faber belegten die Plätze 12 und 13. Auch die Brüder Razvan und Rares Grumaz (ebenfalls OSV) spielten nicht ohne Erfolg: Rares erzielte ein, Razvan sogar zwei Remis.

Die Partie Stefan Marks (links) gegen Rares Grumaz (rechts)

Die Partie Stefan Marks (links) gegen Rares Grumaz (rechts)

Damen gab es in diesem Jahr leider nur vier im Turnier. Da Zoya Schleining und Luisa Bashylina bereits höhere Preise gewonnen hatten, erhielt Inci Betül den Damenpreis; Venice Barthelmes war mit ihr punktgleich, hatte aber die schlechteren Feinwertungen.

Obwohl die Teilnehmerzahl nicht ganz unseren Erwartungen entsprach und das Wetter nur partiell mitspielen wollte, war es ein sehr interessantes Turnier; ich durfte mich während meiner zwei Tage in der „Kantine“ über viele freundliche und größtenteils bekannte Gesichter freuen, bei deren Besitzern ich mich — auch im Namen des Vereins — für ihre Anwesenheit bedanken möchte. Ein besonderer Dank geht auch an Frau Janine Verbeeten (Leiterin der Abteilung Unternehmenskommunikation der Stadtsparkasse Oberhausen) für die Übernahme der Schirmherrschaft, an Werner Schmidt (Präsident des Stadtsportbundes Oberhausen) für die traditionelle Ostereier-Spende, an Alfred Schlya (u.a. DSB-Ehrenpräsident und OSV-Ehrenvorsitzender) und die anderen Schachfreunde aus Verband, Bezirk und Vereinsvorständen für ihre Besuche bei unserem Turnier — und natürlich an die vielen Vereinsmitglieder, Familienangehörigen und Freunde, die mit ihrem Einsatz die Organisation dieses Turniers erst möglich gemacht haben. Das größte Dankeschön gebührt Rudi Cordsen, den wohl jeder Teilnehmer kennt und der tatsächlich nicht zum Inventar der Fasia-Jansen-Gesamtschule gehört, obwohl es in den Osterferien praktisch unmöglich ist, die Schule ohne Rudi Cordsen zu Gesicht zu bekommen — danke, Rudi, für ein weiteres gelungenes Turnier!

OsterOpen: IM Mischuk und FM Kummerow kämpfen um den Turniersieg

Ein Läuferschach an Tisch 20. Weiß gewann später die Partie

Ein Läuferschach an Tisch 20. Weiß gewann später die Partie

Die Doppelrunde am Sonntag wirbelte die Spitzengruppe noch einmal kräftig durcheinander: Der nach vier Runden führende IM Karl-Heinz Podzielny spielte zunächst gegen IM Tobias Jugelt remis und verlor anschließend gegen IM Dmitry Mischuk, der zuvor gegen Andreas Walter gewonnen hatte und sich mit 5½ Punkten an die Spitze setzte. FM Heiko Kummerow lieferte zwei überzeugende Siege gegen IM Benjamin Tereick und Drazen Curic ab und zog so mit IM Mischuk gleich, lediglich durch eine minimal schlechtere Ratingleistung auf Platz Zwei. IM Zoya Schleining und GM Vlastimil Hort gewannen jeweils die fünfte Runde und spielten anschließend gegeneinander remis, was ihnen die Plätze Drei und Vier einbrachte. GM Daniel Hausrath kämpfte sich mit zwei Siegen auf Platz Fünf, punktgleich mit Simon Knudsen und Wilfried Harff, die ebenfalls beide Partien des Tages gewannen. In der Jugend ist Simon Knudsen damit bereits uneinholbar, aber es könnte auch ein Hauptpreis werden.

In den meisten Wertungsgruppen geht es nach wie vor sehr eng zu; lediglich bei den Damen führt Zoya Schleining mit einem Punkt Vorsprung vor Luisa Bashylina und diese bereits mit zwei Punkten Abstand vor den Konkurrentinnen — hier wird es vor allem darauf ankommen, ob die beiden Führenden höhere Preise gewinnen.

In der letzten Runde spielen IM Mischuk und FM Kummerow untereinander den Turniersieg aus. Ebenfalls spannend dürfte das Großmeisterduell Hausrath – Hort werden, und auch in den Paarungen Schleining – Harff und Berndt – Knudsen geht es noch um die vorderen Plätze. Den Zuschauern dürfte also noch einiges geboten werden.

IM Podzielny übernimmt beim Open die alleinige Tabellenführung

Von ursprünglich sechs Spielern nach Runde Drei behielt in der vierten Runde nur IM Karl-Heinz Podzielny mit einem Sieg gegen Drazen Curic eine weiße Weste; die übrigen vier spielten untereinander remis. GM Vlastimil Hort und IM Tobias Jugelt kämpften sich mit Siegen wieder an die Spitze heran, während GM Daniel Hausrath mit seinem zweiten Unentschieden weiter zurückfiel. Am Sonntag stehen weitere spannende Kämpfe bevor, unter anderem das Spitzenduell zwischen den IMs Podzielny und Jugelt.

Javier Miguel Zimmer (rechts) spielt für Schwarz-Weiß Oberhausen, ist aber auch OSV-Mitglied.

Javier Miguel Zimmer (rechts) spielt für Schwarz-Weiß Oberhausen, ist aber auch OSV-Mitglied.

Die Ratinggruppen sind größtenteils in Oberhausener Hand: In Gruppe 1 führt Dr. Andreas Voge (OSV), in Gruppe 2 Michael Seibert (OSV), in Gruppe 3 Javier Miguel Zimmer (SWOB und OSV) und in Gruppe 4 Mark Schocke (Sterkrade-Nord); nur Gruppe 5 wird derzeit mit Alfred Oberst von einem „Auswärtigen“ (OSC Rheinhausen) angeführt.

In der Jugend ist weiterhin Simon Knudsen an der Spitze, jetzt mit einem halben Punkt Vorsprung. Die Damenwertung scheint fest in der Hand von IM Zoya Schleining, und bei den Senioren führt IM Podzielny vor GM Hort, aber da es ja keine Doppelpreise gibt, dürfen sich die Nachfolgenden (u.a. Luisa Bashylina bei den Damen sowie Wilfried Harff und Bruno Fiori bei den Senioren) noch Hoffnungen machen.