Komplett ist nett – OSV II gewinnt gegen Horst- Emscher I in der Regionalliga

„Komplett ist nett“ ist der Slogan eines Mülheimer Baustoffhändlers, der damit seine Badezimmerausrüstungen bewirbt. Der Spruch passt aber auch gut auf unsere Zweite, die gestern endlich in Komplettbesetzung antreten konnte. Am Ende gewannen wir mit 5,5 : 2,5 gegen die Schachfreunde von Horst-Emscher, die ersatzgeschwächt antraten und unter anderem auf ihr erstes Brett verzichten mussten. 

Ich selber holte den ersten Punkt, nachdem mein Gegner und ich einen Rossolimo-Sizilianer positionell wechselseitig misshandelt hatten. Nachdem mein Kontrahent zur falschen Seite rochiert und eine fatale Linienöffnung zugelassen hatte, setzte ich gar matt. Ein Gegentor musste dann leider André Krüger hinnehmen, der als Schwarzer im Sizilianischen Vierspringerspiel in der Eröffnung überrascht wurde und schnell in unlösbare Schwierigkeiten geriet. „Kurzpartie“ war sein Fazit. Thomas Weyh brachte uns dann mit einem Schwarzsieg in einer Italienischen Partie wieder in Führung, nachdem er einen Mehrfreibauern erspielt und verwandelt hatte. Thomas Gross und sein Gegner Marco Becker haben schon zig mal die Klingen gekreuzt, diesmal hatte Thomas das bessere Ende für sich. Als Weißer war er sehr gut aus der Katalanischen Eröffnung heraus gekommen und hatte sich einen Freibauern erspielt, dessen Verwandlung sich im Schwerfigurenendspiel als verblüffend schwierig erwies. Am Ende gelang es ihm jedoch und das Endspiel war der Inhalt einer langen Session im Analyseraum. Michael Seibert landete als Schwarzer im Beschleunigten Drachen in einem Damenendspiel mit Mehrbauern. Dazu gesellte sich ein zweiter und so steuerte er den nächsten Punkt bei. Markus Jörgens wählte mit den weißen Steinen das Awerbach-System gegen den Königsinder und drückte dem Gegner einen wirklich schlechten schwarzfeldrigen Läufer auf. Um daraus Vorteil zu ziehen, kämpfte er lang, musste am Ende aber schweren Herzens ins Remis einwilligen. So sicherte er zugleich aber den Mannschaftssieg. Kurz darauf akzeptierte auch Christian Stefaniak das Remis, da er als Schwarzer im Schotten nur noch wenig Zeit hatte und etwaige Gewinnchancen auch eher auf Seiten des Gegners sah. Michael Gerst war in einem Turmendspiel mit Minusbauer gelandet und zwischenzeitlich wähnte ich ihn in argen Schwierigkeiten. Sein Gegner opferte dann zwei Bauern, um einen Freibauern durchzubringen, was nicht gelang. Nach langem Kampf einigten sich beide auf Remis und beendeten so einen für uns erfolgreichen Nachmittag.

Aktuell befinden wir uns auf dem geteilten vierten Rang in der Liga und haben erstmal einen gewissen Abstand zu den Abstiegsrängen. Unser nächster Gegner wird Mülheim Nord – keine einfache Aufgabe. Bislang sieht es jedoch so aus, als träten wir wieder in Vollbesetzung an.

Komplett ist eben nett.

OSV IITabelle3. RundeEinzelergebnisse

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