Eröffnungen sind nicht alles

OSV III gewinnt 6:2 gegen SF Gelsenkirchen I

Von Kai Hombrecher

Auch in der dritten Runde konnte die dritte Mannschaft einen hohen Sieg einfahren. Dies ist umso erfreulicher, als dass einige Spieler diesmal mit widrigen Eröffnungsverläufen zu kämpfen hatten.

Als Erster beendete ich meine Partie. Nachdem ich in der Abtauschvariante des Caro-Kann mit Schwarz zunächst einige Tempi verschleudert hatte und schlechter stand, konnte ich nach einigen langsamen Zügen meines Gegners den Ausgleich herstellen. Als dieser dann seinen König unnötig entblößte, heimste ich mit Bauern- und einem angebotenen Qualitätsopfer den vollen Punkt ein.

Kurz darauf erspielte sich Ben Hoffmann ein problemloses Remis mit dem geschlossenen Sizilianer. Den nächsten Volltreffer landete Stefan Horn, so dass wir früh in eine komfortable Führung gingen.
Dies blieben wir auch, nachdem Andreas Schneider unglücklich auf Zeit verloren hatte. Um das korrekte Verhalten in der Zeitnotphase kam es anschließend zwischen seinem Gegner und ihm zu einer Meinungsverschiedenheit, die sich rückwirkend leider nicht mehr aufklären ließ. Hoffentlich kann er sich schon in der nächsten Runde im Dezember mit einem Sieg trösten.

Wolfgang Prüfer gewann aus einer zunächst ausgeglichenen Stellung heraus eine Qualität und entschied die Partie dann im Angriff für sich.
Kilian Kraus kam schlecht aus der Eröffnung heraus, konnte sich dann mit Hilfe des Gegners jedoch schrittweise Vorteil erarbeiten und stand kurz vor Schluss ebenfalls auf Gewinn, stellte dann jedoch die Qualität ein. Die Höchststrafe für dieses Versehen blieb ihm jedoch erspart, und er erreichte ein Remis.
Martin Beierlein wurde nach 1.f4 mit dem Froms Gambit (1. … e5) konfrontiert, hierzu entspann sich nach der Partie ein schöner Dialog innerhalb unseres Teams:
Wolfgang: „Soll ich Dir mal ein Eröffnungsbuch zum Froms Gambit leihen?“
Martin: „Nicht nötig, kenn‘ ich doch.“
Wolfgang: „Warum spielst Du es dann nicht so?“
Martin erspielte sich jedoch Dame und Mehrbauern gegen Turm und Läufer des Gegners und verwandelte das Material in einen vollen Punkt. Somit war der Kampf zu unseren Gunsten besiegelt.

Das Sahnehäubchen spendierte dann noch Andreas Söhnchen, der ein Bauernendspiel gewann, nachdem mit er Schwarz schlecht aus der Rossolimo-Variante des Sizilianers gekommen war und sich zwischenzeitlich in Verlustgefahr wähnte. Sein Gegner konnte die Initiative jedoch nicht nutzen und vergab sukzessive seine Vorteile.

Auch wenn der ein oder andere Spieler diesmal Eröffnungsprobleme hatte, dürfen die Kämpfe gern so weiter gehen, wenn die Ergebnisse stimmen. Gottlob hören die Partien ja nach der Eröffnung nicht auf…
In Runde vier werden wir allerdings auf eine deutlich stärkere Mannschaft (Schwarze Dame Osterfeld I) stoßen.

OSV IIITabelle3. RundeEinzelergebnisse

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